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Linktausch: was Google erlaubt und wo die Grenze liegt

Zwei schwebende Ansichten von Unternehmenswebsites, links in Hell und rechts in Dunkel, stehen sich in einer dunklen Halle gegenüber und sind in der Mitte durch zwei ineinandergreifende silberne Kettenglieder verbunden.

Illustration: KI-generiert

Das Angebot klingt verlockend, denn ein anderes Unternehmen stellt Ihnen einen Backlink in Aussicht und bittet im Gegenzug lediglich um einen Link zurück. Solche Anfragen zum gegenseitigen Verlinken landen regelmäßig im Postfach oder im Kontaktformular von Unternehmenswebsites und wirken auf den ersten Blick wie ein faires Geschäft für beide Seiten. Google zählt übermäßigen Linktausch dort ausdrücklich zum Linkspam, während gegenseitige Links unter echten Partnern in der Liste der Verstöße fehlen.

Ob zwei Websites aufeinander verlinken, entscheidet also noch nicht darüber, ob ein Link als Empfehlung oder als Spam gilt. Den Unterschied macht der Grund für den Link, denn ein Backlink soll den Lesenden einer Seite weiterhelfen und nicht in erster Linie die Platzierung einer anderen Website in den Suchergebnissen anheben. Als Maßstab für jede Tauschanfrage eignen sich deshalb die Merkmale, die einen guten Backlink auszeichnen.

Was Linktausch bedeutet

Beim klassischen Linktausch setzen zwei Unternehmen je einen Link auf die Website des anderen, und jeder dieser Links existiert nur, weil es den anderen gibt. Unauffälliger wirkt der Tausch über eine dritte Domain, bei dem der Gegenlink von einem weiteren Projekt des Tauschpartners stammt statt von der eigentlich angefragten Website. Am Prinzip ändert dieser Umweg nichts, denn auch hier entsteht jeder Link als Gegenleistung für einen anderen und hätte ohne die Absprache zwischen beiden Unternehmen keinen Platz auf der Seite.

Ganz anders entstehen Links zwischen Unternehmen, die tatsächlich zusammenarbeiten, etwa zwischen einem Handwerksbetrieb und dem Großhandel, über den er sein Material bezieht. Beide nennen sich auf ihren Websites als Partner, weil ihre Kundschaft genau diese Information sucht, häufig auf einer Seite zu Referenzen oder Partnerschaften. Solche natürlichen Links gäbe es auch ohne Suchmaschine, während ein getauschter Link meist auf einer Seite steht, die kaum mehr als Backlinks auf fremde Websites enthält.

Was Google und Bing zum Linktausch sagen

Google versteht unter Linkspam Links zu oder von einer Website, die vor allem das Ranking manipulieren sollen, und erfasst damit eingehende wie ausgehende Links gleichermaßen. In der Liste der Beispiele stehen neben gekauften Links ausdrücklich übermäßiger Linktausch und Partnerseiten, die ausschließlich der gegenseitigen Verlinkung dienen. Dazu kommen automatisierte Programme zum Erzeugen von Links, optimierte Linktexte in Gastbeiträgen und Pressemitteilungen sowie über viele fremde Websites verteilte Links in den Fußzeilen oder Vorlagen dieser Seiten.

Solche Verstöße spürt Google nach eigenen Angaben mit automatisierten Systemen und mit manuellen Überprüfungen auf, an deren Ende eine manuelle Maßnahme stehen kann. Betroffene Websites werden dann in der Google-Suche schlechter platziert oder verschwinden ganz aus den Suchergebnissen, bis der Verstoß behoben und die manuelle Maßnahme wieder aufgehoben ist. Eine solche Maßnahme erscheint im Bericht „Manuelle Maßnahmen“ der Google Search Console, wo Sie nach der Bereinigung auch eine erneute Überprüfung beantragen.

Bing urteilt in seinen Webmaster-Richtlinien ähnlich und wertet jede Manipulation eingehender Links als Verstoß, vom Kauf von Links über Linkspam und private Netzwerke bis zu künstlicher Werbung in sozialen Netzwerken mit lediglich vorgetäuschter Beliebtheit. Links sollen sich nach Bings Vorgabe auf natürliche Weise über hochwertige und nützliche Inhalte ergeben. Beide Suchmaschinen richten sich damit gegen Links, die als Tauschware entstehen, und weniger gegen den einzelnen gegenseitigen Link zwischen Partnern.

Wo beim Linktausch die Grenze liegt

Ob ein gegenseitiger Link im Rahmen bleibt, zeigen fünf Fragen, die sich aus den Richtlinien von Google ableiten lassen. Am besten gehen Sie jede Anfrage und jede bestehende Partnerschaft mit diesen Fragen durch, bevor Sie einen Link auf Ihrer Website setzen oder einen bereits vorhandenen Link bestehen lassen:

  • Hilft der Link Lesenden auf der Seite, auf der er steht, tatsächlich weiter?
  • Gibt es eine echte Verbindung zwischen beiden Unternehmen, etwa einen Auftrag oder eine Mitgliedschaft?
  • Steht der Link in einem Text, der den Partner beschreibt, statt in einer reinen Linkliste?
  • Lautet der Linktext auf den Namen des Partners statt auf ein Suchwort?
  • Bleibt die Zahl solcher Absprachen überschaubar?

Heikel wird es, sobald Links in großer Zahl entstehen, auf Seiten ohne thematischen Bezug stehen oder als Linktext ein Suchwort statt des Firmennamens tragen. Wie ein unauffälliger Linktext aussieht, zeigt der Ratgeber zu Ankertexten. Glaubwürdig wirkt eine Seite mit Partnerlinks dann, wenn sie jedes Unternehmen in einigen Sätzen vorstellt und die gemeinsame Arbeit anhand eines konkreten Auftrags oder Projekts für Lesende nachvollziehbar beschreibt.

Anfragen prüfen und Links kennzeichnen

Landet eine Tauschanfrage in Ihrem Postfach, sehen Sie sich am besten zuerst die Website an, die den Link anbietet, und prüfen Themen, Inhalte und die Backlinks, die von der vorgesehenen Seite bereits auf andere Websites führen. Reiht diese Seite überwiegend Links auf fremde Websites ohne erkennbaren Zusammenhang aneinander, deutet das auf ein Netzwerk zum Tausch von Links hin. In diesem Fall lehnen Sie die Anfrage am besten ab, da Google Partnerseiten, die ausschließlich der gegenseitigen Verlinkung dienen, in seinen Spam-Richtlinien ausdrücklich als Beispiel für Linkspam nennt.

Möchten Sie einem Partner aus Gefälligkeit einen Link setzen, ohne für dessen Website einzustehen, eignet sich das Attribut rel="nofollow". Damit teilen Sie Google mit, dass Sie keine Verbindung zur verlinkten Seite herstellen möchten, während der Link für die Besucherinnen und Besucher Ihrer Website weiterhin anklickbar bleibt. Für Links aus Werbung oder Sponsoring sieht Google das Attribut rel="sponsored" vor, das der Ratgeber zu Do-follow und No-follow mit Beispielen aus dem Quelltext erklärt. Neben den Regeln der Suchmaschinen kann für Links mit Gegenleistung auch das Wettbewerbsrecht greifen, denn nach § 5a Abs. 4 UWG ist der kommerzielle Zweck einer Handlung zugunsten eines fremden Unternehmens kenntlich zu machen, sobald dafür ein Entgelt oder eine andere Gegenleistung fließt und sich der Zweck nicht schon aus den Umständen ergibt. Ob ein Gegenlink darunter fällt, hängt vom Einzelfall ab, und wie eine Kennzeichnung aussieht, beschreibt der Ratgeber zu gekauften Backlinks.

Alte Tauschlinks aus früheren Jahren spüren Sie über den Linkbericht der Google Search Console oder über eine Backlink-Analyse auf, die alle verweisenden Websites samt ihrer Linktexte auflistet. Fällt Ihnen dabei eine Häufung von Links aus Tauschgeschäften auf, bitten Sie die Betreiberinnen und Betreiber am besten um eine Entfernung oder eine Kennzeichnung der Links. Tauschlinks auf Ihrer eigenen Website entfernen Sie selbst oder versehen sie mit einem der genannten Attribute.

Empfehlenswert ist, statt eines Linktauschs mit einem Partnerbetrieb einen gemeinsamen Beitrag zu einem tatsächlichen Projekt zu veröffentlichen, in dem jede Seite die Leistung des anderen beschreibt und darauf verlinkt. Ein solcher Link hat einen Grund, den Lesende nachvollziehen können, und steht genau dort, wo er weiterhilft.

Linkbuilding mit Early Linkbuilding

Unser Linkbuilding setzt auf Backlinks aus Umfeldern, die wir manuell recherchieren und vor jeder Platzierung einzeln auf Qualität und thematische Relevanz für das Angebot Ihres Unternehmens prüfen. Dazu gehören Artikelplätze auf etablierten Publikationen mit thematischer Nähe zu Ihrem Angebot, Forenlinks aus passenden Communities und Einträge in vertrauenswürdige Branchenverzeichnisse. So entstehen Ihre Backlinks dort, wo Ihre Zielgruppe tatsächlich liest und Ihr Thema behandelt wird.

Die Links bauen wir in gesundem Rhythmus und in sinnvoller Vielfalt auf, damit Ihr Linkprofil gewachsen wirkt und langfristig stabil bleibt. Jede Platzierung dokumentieren wir lückenlos, sodass Sie jederzeit sehen, was wo entstanden ist und wie sich Ihr Linkprofil entwickelt. Gerne stellen wir das passende Paket gemeinsam mit Ihnen zusammen und beraten Sie persönlich zu Umfang und Rhythmus des Linkaufbaus. Einen ersten Überblick verschaffen Sie sich vorab im Paket-Konfigurator, und über das Kontaktformular erreichen Sie uns jederzeit für ein unverbindliches Gespräch.

Fazit

Linktausch bezeichnet gegenseitige Links, die zwei Unternehmen als Gegenleistung füreinander setzen, auch über den Umweg einer dritten Domain. Google zählt übermäßigen Linktausch und reine Partnerseiten zum Linkspam und kann darauf mit schlechteren Platzierungen oder einer manuellen Maßnahme reagieren, während Bing die Manipulation eingehender Links ebenfalls als Verstoß wertet. Gegenseitige Links zwischen tatsächlichen Partnern führen beide Suchmaschinen dagegen nicht als Verstoß auf, sofern sie Lesenden weiterhelfen.

Die Grenze liegt beim Grund für den Link, beim thematischen Zusammenhang und bei der Zahl der Absprachen sowie bei einem Linktext mit dem Namen des Partners statt eines Suchworts. Gefälligkeitslinks lassen sich mit rel="nofollow" kennzeichnen, und alte Tauschlinks zeigen der Linkbericht der Search Console oder eine Backlink-Analyse. Gemeinsame Beiträge zu echten Projekten bieten Partnerbetrieben eine Verlinkung mit nachvollziehbarem Grund.

Die Angaben geben den Stand vom 19. Oktober 2026 wieder und beruhen auf den Spam-Richtlinien für die Google-Suche in der Fassung vom 2. September 2026, der Google-Dokumentation zur Kennzeichnung ausgehender Links sowie den Webmaster-Richtlinien von Bing, der Hinweis zur Kennzeichnung auf § 5a des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Sie bieten einen Überblick und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.