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Do-follow und No-follow: Unterschied, Quelltext und Praxis

7. Juli 2026 9 Min. aktualisiert am 21. August 2026

Zwei Karten erklären den Unterschied: Do-follow gibt ein Link-Signal weiter, No-follow nicht

Illustration: KI-generiert

Beim Linkaufbau begegnen Ihnen zwei Begriffe immer wieder, Do-follow und No-follow. Sie beschreiben, wie eine Suchmaschine einen Link behandelt. Ein Do-follow-Link gibt einen Teil der Stärke der verweisenden Seite an Sie weiter, ein No-follow-Link behält sie zurück. Was das genau bedeutet, wie beide im Quelltext aussehen und wie Sie selbst an Do-follow-Verweise kommen, steht in diesem Beitrag.

Der Unterschied einfach erklärt

Technisch steckt der Unterschied in einem kleinen Zusatz am Hyperlink, dem sogenannten rel-Attribut. Fehlt dieser Zusatz, handelt es sich um einen Do-follow-Link. Google folgt ihm und wertet ihn als Empfehlung, die einen Teil der Autorität der verweisenden Seite überträgt. Dieses Prinzip geht auf den PageRank zurück, mit dem Google einst begonnen hat, und macht Do-follow-Links für Ihr Ranking so wertvoll.

Trägt ein Link dagegen die Kennzeichnung nofollow, signalisiert die Website den Suchmaschinen, diese Empfehlung beim Ranking zurückhaltend zu behandeln. Der Verweis funktioniert für Besucher völlig normal, denn das Attribut steht im Quelltext und ist auf der Seite unsichtbar.

Wie die Attribute im Quelltext aussehen

Ein gewöhnlicher Link ist bereits ein Do-follow-Link. Das Fehlen des Attributs ist die Aussage, was regelmäßig für Verwirrung sorgt.

<a href="https://ihre-seite.de/">unsere Leistungen</a>

Soll der Verweis die Empfehlung zurückhalten, kommt das rel-Attribut hinzu.

<a href="https://beispiel.de/" rel="nofollow">Beispielseite</a>

Seit 2019 kennt Google zwei zusätzliche Werte, die den Anlass des Verweises genauer beschreiben. Sie lassen sich kombinieren, sobald mehrere Gründe zutreffen.

<a href="https://partner.de/" rel="sponsored">Werbung</a>
<a href="https://forum.de/" rel="ugc">Nutzerbeitrag</a>
<a href="https://beispiel.de/" rel="nofollow sponsored">beides</a>

Gelegentlich taucht in älteren Anleitungen ein angebliches rel="dofollow" auf. Suchmaschinen ignorieren diesen Wert schlicht, denn er stammt aus keiner Spezifikation. Ein Link wird zum Do-follow-Link, indem das rel-Attribut wegbleibt.

sponsored und ugc im Einzelnen

sponsored gehört an Verweise, für die eine Gegenleistung geflossen ist. Das umfasst bezahlte Beiträge, Werbeplätze, Affiliate-Links und Kooperationen, bei denen statt Geld eine Sachleistung erbracht wurde. Werden solche Links als gewöhnliche Verweise ausgegeben, droht eine Abwertung durch Google.

ugc steht für nutzergenerierte Inhalte, also Kommentare, Forenbeiträge, Profilangaben und alles, was Besucher selbst auf einer Seite hinterlassen. Betreiber von Foren und Blogs setzen den Wert automatisch, um sich gegen massenhaft eingetragene Werbelinks abzusichern.

Google behandelt alle drei Werte als Hinweise und entscheidet selbst, wie stark ein Verweis in die Bewertung einfließt. Für Sie als Website-Betreiber zählt daher vor allem eine ehrliche Kennzeichnung, denn ein System, das Muster über Millionen von Seiten vergleicht, erkennt Abweichungen zuverlässig.

Einen Link im Browser prüfen

Ob ein Verweis auf Sie ein Attribut trägt, sehen Sie in wenigen Sekunden. Klicken Sie den Link mit der rechten Maustaste an und wählen Sie „Untersuchen" beziehungsweise „Element untersuchen". Der Browser öffnet die Entwicklerwerkzeuge und markiert die betreffende Zeile im Quelltext. Steht dort ein rel mit einem der drei Werte, handelt es sich um einen gekennzeichneten Verweis.

Für eine ganze Seite geht es schneller über die Tastenkombination Strg und U, die den Quelltext öffnet. Mit Strg und F suchen Sie darin nach nofollow und sehen alle Treffer auf einmal. Stehen größere Prüfungen über mehrere Domains an, beschreibt unser Ratgeber zur Backlink-Analyse die passenden Werkzeuge.

Warum auch No-follow-Links zählen

Ein verbreiteter Irrtum lautet, nur Do-follow-Links seien etwas wert. Das greift zu kurz. No-follow-Links bringen echte Besucher auf Ihre Seite, machen Ihre Marke bekannter und sorgen für ein natürliches Gesamtbild. Denn eine Website, die ausschließlich Do-follow-Links sammelt, wirkt schnell künstlich, während echte Empfehlungen im Netz immer eine Mischung aus beidem ergeben.

Hinzu kommt, dass Google die Kennzeichnung seit 2019 als Hinweis behandelt und einen No-follow-Link durchaus in die Bewertung einbeziehen kann. Das bekannteste Beispiel liefert YouTube, wo sämtliche Verweise ein Nofollow-Attribut tragen und dennoch beachtlichen Nutzen stiften. Ein Profil aus beiden Arten steht deshalb deutlich stabiler da.

Do-follow bringt Autorität, No-follow bringt Leben ins Profil, gemeinsam wirken sie am natürlichsten.

Wie Do-follow-Backlinks entstehen

Die häufigste Frage zum Thema lautet, wie sich solche Verweise gewinnen lassen. Vier Wege haben sich bewährt, und alle beruhen darauf, dass jemand einen Grund hat, auf Sie zu verweisen.

Fachbeiträge auf themenverwandten Seiten. Ein Beitrag, der einer fremden Leserschaft etwas beibringt, wird veröffentlicht und trägt Ihren Verweis im Text. Wie Sie dabei vorgehen, beschreibt unser Ratgeber zu Gastbeiträgen im Einzelnen.

Pressearbeit. Redaktionen verlinken Quellen, wenn die Meldung ihnen etwas bietet. Eigene Zahlen, eine begründete Einschätzung oder ein regionaler Anlass reichen dafür häufig aus, siehe unseren Beitrag zu redaktionellen Backlinks.

Branchenverzeichnisse. Seriöse Verzeichnisse mit redaktioneller Prüfung setzen ihre Einträge in der Regel als Do-follow-Verweis. Welche sich lohnen, steht in unserem Ratgeber zu Branchenbucheinträgen.

Inhalte, auf die andere verweisen wollen. Eine Auswertung, ein Rechner oder eine Übersicht, die es so noch nicht gibt, sammelt Verweise über Jahre und arbeitet dabei selbsttätig für Sie. Dieser Weg dauert am längsten und trägt am weitesten.

Fließt für eine Platzierung Geld, gehört der Verweis nach den Google-Richtlinien mit rel="sponsored" gekennzeichnet. Erscheint der Beitrag zudem in einem redaktionellen Umfeld, verlangt das Wettbewerbsrecht eine für Leser erkennbare Kennzeichnung als Werbung. Beides liegt in der Verantwortung der veröffentlichenden Seite, prägt aber die Frage mit, welche Angebote für Sie in Betracht kommen.

Woran sich schädliche Angebote erkennen lassen

Pakete mit tausenden Do-follow-Backlinks für zweistellige Beträge halten sich hartnäckig. Dahinter stehen automatisch erzeugte Profile, Kommentarspam und Netzwerke aus Seiten, die allein für Verweise existieren. Solche Verweise erscheinen in wenigen Tagen und in großer Zahl.

Google erkennt dieses Muster zuverlässig, weil die Link-Velocity deutlich von natürlichem Wachstum abweicht. Im günstigen Fall werden die Links abgewertet. Im ungünstigen sammeln sich toxische Backlinks an, und es folgt eine manuelle Maßnahme, deren Aufhebung Monate dauert. Drei Merkmale entlarven solche Angebote zuverlässig. Eine garantierte feste Zahl an Verweisen, eine geheim gehaltene Liste der Domains und ein auffällig niedriger Preis treten fast immer gemeinsam auf.

Fazit: Auf eine natürliche Mischung setzen

Do-follow-Links geben Autorität weiter und sind für Ihr Ranking besonders wertvoll, No-follow-Links stärken Reichweite, Vertrauen und die Natürlichkeit Ihres Profils. Am stärksten wirkt deshalb eine gesunde Mischung aus beidem, die auf hochwertigen, vertrauenswürdigen Quellen beruht.

Beginnen Sie damit, die Verweise zu prüfen, die bereits auf Sie zeigen, und schauen Sie sich an, wie viele davon ein Attribut tragen. Daraus ergibt sich, welcher der vier Wege für Sie am meisten bringt. Genau darauf achten wir bei unseren Artikelplätzen und Forenlinks; wie ein Profil planvoll wächst, zeigt unsere SEO-Optimierung.

Stand: 21. August 2026. Die Angaben zu den rel-Werten beruhen auf den Richtlinien von Google, die Aussage zur Kennzeichnung bezahlter Beiträge auf dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb; Einzelheiten können sich ändern. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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