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Linkaufbau

Link-Spam

Link-Spam ist nach Googles Spam-Richtlinien das Setzen von Links zu oder von einer Website, vorrangig um das Ranking in der Suche zu manipulieren.

Link-Spam ist der Begriff, mit dem Google in seinen Spam-Richtlinien für die Websuche eine bestimmte Praxis des Linkaufbaus bezeichnet. Gemeint ist das Erstellen von Links zu einer Website oder von einer Website aus, sofern der Hauptzweck darin liegt, die Rangfolge in den Suchergebnissen zu beeinflussen. Die Richtlinien wurden zuletzt am 28. August 2026 aktualisiert und führen Link-Spam dort als eigenen Abschnitt neben anderen Verstößen wie Cloaking oder Keyword-Stuffing.

Wie Google Link-Spam definiert

Für die Einordnung sind zwei Bestandteile der Definition maßgeblich, die im englischen Original „primarily“ und „to or from a site“ lauten. Das Wort „vorrangig“ stellt klar, dass Google einen Verweis mit geschäftlichem Hintergrund erst dann beanstandet, wenn die Manipulation des Rankings sein Hauptzweck ist. Die Formulierung „zu oder von einer Website“ schließt ausgehende Verweise ausdrücklich ein, sodass auch Betreiber erfasst sind, die auf ihren eigenen Seiten Links gegen Entgelt platzieren. Einen einzelnen Verweis mit diesen Merkmalen nennt die SEO-Fachsprache einen unnatürlichen Link, während Link-Spam das zugrunde liegende Vorgehen beschreibt.

Welche Formen von Link-Spam die Richtlinien nennen

An erster Stelle der Beispiele steht der Kauf oder Verkauf von Links zu Rankingzwecken, wozu Google neben Geldzahlungen auch den Tausch von Waren oder Dienstleistungen gegen Links rechnet. Ausdrücklich genannt ist zudem der Fall, dass jemand ein Produkt zugeschickt bekommt, um im Gegenzug darüber zu schreiben und einen Link zu setzen. Laut der Übersicht zu den Richtlinien decken die aufgeführten Beispiele gängige Praktiken ab, Google kann darüber hinaus gegen jede erkannte Form von Spam vorgehen. Die weiteren Beispiele im Abschnitt lauten sinngemäß:

  • übermäßiger Linktausch nach dem Muster „Verlinke mich, dann verlinke ich dich“ sowie Partnerseiten, die allein der gegenseitigen Verlinkung dienen
  • automatisierte Programme oder Dienste, die Links auf die eigene Website erzeugen
  • ein Link als Pflichtbestandteil von Nutzungsbedingungen oder Verträgen, ohne dass der fremde Inhaber den ausgehenden Link kennzeichnen darf
  • Textanzeigen und Textlinks, die Rankingsignale weitergeben
  • bezahlte Advertorials oder Native Advertising mit rankingwirksamen Links
  • Links mit optimiertem Ankertext in Artikeln, Gastbeiträgen oder Pressemitteilungen, die auf fremden Websites verbreitet werden
  • Links aus minderwertigen Verzeichnissen oder Bookmark-Seiten
  • keywordreiche, versteckte oder minderwertige Links in Widgets, die auf vielen Websites eingebunden sind
  • breit gestreute Links in Fußzeilen oder Templates verschiedener Websites
  • Forenkommentare mit optimierten Links im Beitrag oder in der Signatur
  • minderwertige Inhalte, die vorrangig zur Beeinflussung von Link- und Rankingsignalen entstehen

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Der Linktausch ist demnach eine von mehreren Erscheinungsformen, die unter den Oberbegriff fallen, und keineswegs gleichbedeutend mit ihm. Die Bezeichnung toxische Backlinks stammt aus SEO-Werkzeugen und bewertet eingehende Verweise aus Sicht der verlinkten Website, wogegen Link-Spam Googles eigener Begriff für das Vorgehen ist und beide Seiten einer Verlinkung betrifft. Getrennt davon behandeln die Richtlinien in einem eigenen Abschnitt den Spam durch Nutzer, also Kommentarspam in Blogs oder Spam-Beiträge in Foren, die Dritte über offene Eingabefelder einstellen. Zu dieser Form vermerkt Google, dass Websiteinhaber solche Inhalte häufig gar nicht bemerken.

Bezahlte Links mit Link-Attributen kennzeichnen

Google erkennt in seinen Richtlinien an, dass der Kauf und Verkauf von Links zu Werbe- und Sponsoringzwecken zum normalen Wirtschaftsgeschehen im Web gehört. Solche Links verstoßen erst dann gegen die Richtlinien, wenn sie ohne die Attributwerte rel="nofollow" oder rel="sponsored" im Link-Element stehen. Für Anzeigen und bezahlte Platzierungen empfiehlt Google in der Anleitung zum Kennzeichnen ausgehender Links den Wert „sponsored“, wobei das früher hierfür empfohlene „nofollow“ weiterhin akzeptiert wird. Am besten prüfen Sie daher bei jeder vergüteten Kooperation vor der Veröffentlichung, ob jeder darin enthaltene Link das passende Attribut trägt.

Für Links in Kommentaren und Forenbeiträgen sieht dieselbe Anleitung den Wert „ugc“ vor, den Sie bei Mitgliedern mit einer längeren Reihe hochwertiger Beiträge wieder entfernen dürfen. Den Wert „nofollow“ setzen Sie, wenn keiner der anderen Werte zutrifft und Google Ihre Website weder mit der verlinkten Seite in Verbindung bringen noch diese von Ihrer Seite aus crawlen soll. Mehrere Werte lassen sich als Liste kombinieren, die durch Leerzeichen oder Kommas getrennt ist. Wie sich die Attribute im Einzelnen unterscheiden, erläutert der Ratgeber zu Dofollow und Nofollow.

Wie Google Link-Spam erkennt und entwertet

Verstöße gegen die Spam-Richtlinien erkennt Google nach eigener Angabe durch automatisierte Systeme und bei Bedarf durch eine menschliche Prüfung, die zu einer manuellen Maßnahme führen kann. Websites, die gegen die Richtlinien verstoßen, können in den Ergebnissen niedriger erscheinen oder ganz aus ihnen verschwinden. Zum Linkbereich hat Google am 14. Dezember 2022 im Search Central Blog mitgeteilt, dass das KI-gestützte System SpamBrain seither sowohl Websites erkennt, die Links kaufen, als auch solche, die zum Weitergeben ausgehender Links dienen.

Das damals veröffentlichte Link-Spam-Update sollte nach Googles Angabe rund zwei Wochen für die vollständige Einführung benötigen und alle Sprachen betreffen. Rankings könnten sich dabei verändern, weil Spam-Links neutralisiert werden und der durch sie übertragene Wert verloren geht. Algorithmen und manuelle Maßnahmen zielen laut demselben Beitrag darauf, unnatürliche Links in großem Umfang wirkungslos zu machen. Beobachten Sie Websites, die Links erkennbar künstlich aufbauen, können Sie diese über das Formular für Spam-Meldungen an Google übermitteln.

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