Link Velocity
Link Velocity beschreibt die Geschwindigkeit, mit der eine Website neue Verweise gewinnt – und damit das Tempo, in dem ihr Linkprofil wächst.
Link Velocity betrachtet nicht die Zahl der Verweise, sondern deren zeitlichen Verlauf. Gewinnt eine Website über Monate hinweg stetig einige neue Referring Domains, ergibt das ein anderes Bild als hundert Verweise innerhalb einer Woche. Suchmaschinen beobachten diesen Verlauf, weil er Rückschlüsse darauf zulässt, wie die Verweise zustande gekommen sind.
Was als natürlicher Verlauf gilt
Ein organisch gewachsenes Linkprofil verläuft ungleichmäßig. Es gibt ruhige Phasen und Ausschläge, etwa wenn ein Beitrag Aufmerksamkeit findet oder ein Unternehmen in der Presse erscheint. Genau diese Unregelmäßigkeit ist das Kennzeichen von Echtheit. Auffällig wird es dagegen bei einem gleichmäßigen Zuwachs, der wie mit dem Lineal gezogen wirkt, oder bei einem sprunghaften Anstieg ohne erkennbaren Anlass.
Ein einzelner Ausschlag ist dabei unbedenklich, sofern er sich erklären lässt. Problematisch ist das Muster, nicht das einzelne Ereignis.
Was daraus für die Praxis folgt
Sinnvoll ist ein Vorgehen, das sich am tatsächlichen Wachstum des Unternehmens orientiert. Eine junge Website, die binnen Wochen Verweise in dreistelliger Zahl sammelt, wirkt unglaubhaft, während dieselbe Menge bei einer etablierten Marke unauffällig bleibt. Ebenso lohnt der Blick auf die Verteilung – viele Verweise von wenigen Domains sagen wenig aus, während neue Domains echtes Wachstum anzeigen.
Wichtig bleibt die Einordnung. Link Velocity ist kein Wert, den Google veröffentlicht, sondern eine Beobachtungsgröße aus Analysewerkzeugen. Als Warnsignal taugt sie gut, als Zielvorgabe dagegen nicht. Wer Verweise verdient statt einkauft, muss sich über das Tempo ohnehin selten Gedanken machen.