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Linkaufbau

Linktausch

Linktausch bezeichnet die Absprache zwischen zwei Websites, sich gegenseitig zu verlinken – ein Vorgehen, das Google bei systematischem Einsatz als Linkspam einstuft.

Beim Linktausch verlinken zwei Websites einander nach vorheriger Absprache: Seite A setzt einen Verweis auf Seite B, im Gegenzug erhält A einen Verweis von B. Weil beide Verweise auf einer Vereinbarung beruhen und weniger auf einer inhaltlichen Empfehlung, spricht man auch von reziproken Links. Die Praxis ist so alt wie der Linkaufbau selbst und gehört zu den Themen, bei denen sich die Bewertung durch Suchmaschinen im Lauf der Jahre deutlich verschärft hat.

Wie Google Linktausch bewertet

In den Spam-Richtlinien führt Google den übermäßigen Linktausch ausdrücklich als Form von Linkspam auf. Gemeint sind Absprachen, deren erkennbarer Zweck in der Beeinflussung des Rankings liegt: Partnerseiten, die einander in eigens angelegten Linklisten führen, ganze Tauschringe über mehrere Domains hinweg oder Vereinbarungen nach dem Muster „ich verlinke dich, du verlinkst mich", denen jeder inhaltliche Bezug fehlt.

Entscheidend ist dabei das Wort „übermäßig". Gegenseitige Verweise entstehen im Netz laufend auch auf natürliche Weise. Ein Handwerksbetrieb verlinkt seinen Lieferanten, der Lieferant führt seine Fachpartner auf; zwei Fachautoren zitieren einander, weil beide zum selben Thema arbeiten. Solche Verweise sind unbedenklich, weil sie einen sachlichen Grund haben und Lesern einen Nutzen bringen. Zum Problem wird das Muster erst, wenn es die Struktur eines Linkprofils prägt.

Woran sich riskante Absprachen erkennen lassen

Ein verlässlicher Prüfstein ist die Frage, ob der Verweis für sich allein Sinn ergibt, also unabhängig von der Gegenleistung. Fällt die Antwort schwer, weil das Thema der Partnerseite mit dem eigenen Angebot wenig zu tun hat, deutet das auf einen unnatürlichen Link hin. Weitere Anzeichen sind exakt aufeinander abgestimmte Ankertexte, eine auffällige Häufung von Verweisen aus demselben Umfeld sowie Seiten, die überwiegend aus Linksammlungen bestehen und redaktionell kaum gepflegt wirken.

Verbreitet sind inzwischen auch dreieckige Konstruktionen, bei denen Domain A auf B, B auf C und C auf A verlinkt. Diese Form wirkt auf den ersten Blick unauffälliger, folgt jedoch derselben Logik und wird von Suchmaschinen ebenfalls erkannt. Bei systematischem Einsatz droht am Ende eine manuelle Maßnahme.

Der bessere Weg

Nachhaltiger als jede Absprache ist ein Verweis, den eine Redaktion aus eigener Überzeugung setzt. Dafür braucht es Inhalte mit Substanz: eigene Daten, ein hilfreiches Werkzeug, eine fundierte Einordnung. Wo Kooperationen mit Partnern sinnvoll sind, empfiehlt sich ein inhaltlicher Anlass – ein gemeinsames Projekt, ein Fachbeitrag, eine Fallstudie. So entsteht ein natürlicher Link, der auch nach dem nächsten Algorithmus-Update trägt.

Eine saubere Lösung gibt es zudem für bezahlte Platzierungen: Wird eine Verlinkung vergütet, gehört sie als Sponsored-Link gekennzeichnet. Google akzeptiert solche Verweise ausdrücklich, sofern die Kennzeichnung erfolgt – das Attribut nimmt den Link aus der Rankingbewertung heraus und stellt zugleich Transparenz gegenüber Lesern her. Damit bleibt eine Kooperation möglich, und das Risiko einer Abwertung entfällt.

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