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Paginierung: So finden Suchmaschinen alle Ihre Inhalte

Eine leuchtend grüne, abgerundete Schaltfläche mit der Aufschrift „Mehr laden“ und einem doppelten Pfeil nach unten, auf die ein Mauszeiger klickt, vor dunklem Hintergrund mit einer gewellten Fläche aus feinen Lichtpunkten. Sinnbild für nachgeladene Einträge auf Übersichtsseiten.

Illustration: KI-generiert

Übersichtsseiten wie Ihr Blog, Ihre Ratgeber, Ihre Referenzen oder die Kategorien eines Onlineshops zeigen ihre Einträge selten alle auf einmal. Üblich sind für solche Listen drei Muster, die Google in seiner Dokumentation beschreibt, nämlich die Paginierung mit Seitenzahlen und Links für weiter und zurück, eine Schaltfläche „Mehr laden“ und das unendliche Scrollen. Welches Muster Sie wählen, entscheidet mit darüber, ob Suchmaschinen ältere Beiträge und Produkte überhaupt erreichen, denn Google und Bing setzen für crawlbare Links übereinstimmend ein a-Element mit href-Attribut voraus.

Bleiben Folgeseiten für Suchmaschinen unsichtbar, fehlen den dort aufgeführten Einträgen auch die Verweise aus der Übersicht, über die eine interne Verlinkung ältere Inhalte mit dem Rest Ihrer Website verbindet. Das betrifft vor allem Beiträge, die mit jedem neuen Eintrag von der ersten Seite einer Übersicht weiter nach hinten rutschen. Mit wenigen Vorgaben zu Links und Adressen lassen sich alle drei Muster so umsetzen, dass Suchmaschinen jeden Eintrag finden.

Paginierung, „Mehr laden“ und Endlos-Scrollen im Vergleich

Bei der Paginierung verteilen sich die Einträge auf mehrere Seiten, zwischen denen Seitenzahlen und Links für weiter und zurück wechseln. Google nennt als Vorteil, dass Besucherinnen und Besucher den Umfang der Ergebnisse und ihre eigene Position darin erkennen. Dem stehen eine aufwendigere Bedienung und Inhalte auf mehreren Seiten gegenüber, die jeweils einen neuen Seitenaufruf erfordern.

Die Schaltfläche „Mehr laden“ erweitert dagegen die bereits angezeigte Liste, sodass alle Inhalte auf einer Seite bleiben und die Gesamtzahl der Einträge neben der Schaltfläche stehen kann. Beim unendlichen Scrollen erscheinen weitere Einträge ganz ohne Klick am Ende der Liste, was Google als intuitive Bedienung beschreibt. Für sehr große Mengen eignen sich beide Muster nach Google kaum, und beim unendlichen Scrollen kann bei unklarem Umfang eine Ermüdung durch das lange Scrollen hinzukommen.

Wie Suchmaschinen die Folgeseiten Ihrer Übersichten finden

Für die Suche zählt vor allem, ob Suchmaschinen die weiteren Einträge über einen Link erreichen. Google und Bing empfehlen Links in der Form <a href="/ratgeber/?page=2">, während Google aus einem a-Element ohne href oder aus einem span-Element mit einer Klickfunktion keine Adressen zuverlässig auslesen kann. Links, die per JavaScript nachträglich in die Seite eingefügt werden, bleiben für Google crawlbar, solange sie dieses Markup verwenden. Da Google keine Schaltflächen anklickt und in der Regel keine JavaScript-Funktionen auslöst, die eine Aktion von Nutzerinnen und Nutzern voraussetzen, bleiben über „Mehr laden“ nachgeladene Einträge ohne solche Links unentdeckt. Bing rät in seinen Richtlinien ebenfalls davon ab, wichtige Inhalte allein über das Rendering im Browser bereitzustellen.

Ergänzend helfen eine XML-Sitemap und bei Bing auch Meldungen über IndexNow, damit Suchmaschinen einzelne Beiträge oder Produkte finden, während Google für Onlineshops zusätzlich einen Feed im Merchant Center nennt. Google bezeichnet solche Hilfen ausdrücklich als Ergänzung zu crawlbaren Links, und auch Bing führt crawlbare interne Links neben Sitemaps und IndexNow als eigenes Signal auf. Prüfen Sie deshalb am besten zuerst, ob Ihre Übersicht echte Links auf die Folgeseiten enthält.

Paginierung so umsetzen, dass Suchmaschinen alle Seiten finden

Verlinken Sie jede Seite der Paginierung mit einem a-Element und href-Attribut auf die jeweils folgende Seite und setzen Sie von allen Seiten zusätzlich einen Link auf die erste Seite. Jede Seite braucht dabei eine eigene Adresse, etwa mit einem Parameter wie ?page=2. Seitenzahlen hinter einer Raute wie #seite-2 eignen sich dafür nicht, weil Google solche Fragmente ignoriert.

Auch beim Canonical-Tag nennt nach Googles Empfehlung jede Seite ihre eigene Adresse, statt die erste Seite als maßgebliche Fassung für die gesamte Reihe anzugeben. Titel und Beschreibungen dürfen über alle Seiten hinweg gleich lauten. Die Angaben rel="next" und rel="prev" nutzt Google nicht mehr, wobei andere Suchmaschinen sie nach Googles Hinweis weiterhin auswerten können.

Varianten derselben Liste mit anderer Sortierung oder einem Filter, etwa eine Sortierung nach Preis mit ?order=price, schließen Sie am besten mit dem Robots-Meta-Tag noindex von der Indexierung aus oder sperren sie über die robots.txt für den Abruf. Bing weist dabei darauf hin, dass die robots.txt nur den Abruf steuert und nicht die Aufnahme in den Index, und rät generell von Adressen mit zahlreichen Parametern und doppelten Inhalten ab. Für einen schnellen Wechsel zur nächsten Seite nennt Google außerdem Hinweise an den Browser wie preload, preconnect und prefetch.

„Mehr laden“ und Endlos-Scrollen für Suchmaschinen erreichbar machen

Für das unendliche Scrollen empfiehlt Google, die Einträge zusätzlich in Abschnitten mit eigener und dauerhafter Adresse bereitzustellen. Jede dieser Adressen zeigt bei jedem Aufruf denselben Inhalt und nutzt absolute Seitenzahlen wie ?page=12 statt relativer Angaben wie ?date=yesterday, und die Abschnitte verlinken Sie der Reihe nach miteinander, damit Suchmaschinen die gesamte Folge finden. Rückt beim Scrollen ein neuer Abschnitt in den Mittelpunkt, aktualisiert die History API des Browsers die angezeigte Adresse, sodass Besucherinnen und Besucher genau diese Stelle neu laden, teilen und verlinken können.

Bei einer Schaltfläche „Mehr laden“ genügt es nach Google, wenn dieselben Einträge zusätzlich über crawlbare Links auf Seiten mit eigener Adresse erreichbar sind. Bilder und weitere Inhalte innerhalb einer Seite laden Sie verzögert am besten so, dass sie ohne jede Aktion erscheinen, sobald sie im sichtbaren Bereich des Browsers liegen. Inhalte, die beim Öffnen der Seite sofort sichtbar sind, sollten nach Google gar nicht verzögert geladen werden.

Ob Google die Einträge tatsächlich sieht, zeigt die URL-Prüfung in der Google Search Console. Prüfen Sie dort eine Folgeseite wie ?page=2 und kontrollieren Sie im gerenderten HTML, ob die erwarteten Einträge samt ihren Links enthalten sind. Adressen von Bildern und Videos sollten dort im src-Attribut der img- und video-Elemente stehen.

Unser Tipp: Klicken Sie auf Ihrer Übersicht mit der rechten Maustaste auf den Link zur nächsten Seite oder auf die Schaltfläche „Mehr laden“ und wählen Sie „Untersuchen“. Steht dort ein a-Element mit einer Adresse im href-Attribut, können Suchmaschinen ihm folgen, während ein button-Element oder ein a-Element ohne href auf einen fehlenden Link hinweist. Rufen Sie die Adresse der zweiten Seite anschließend direkt im Browser auf und prüfen Sie, ob sie bei jedem Aufruf dieselben Einträge zeigt.

Übersichten und Linkaufbau mit Early Linkbuilding

Damit Backlinks auf einzelne Beiträge oder Produkte wirken können, müssen Suchmaschinen diese Seiten zuverlässig finden. Mit unserer SEO-Optimierung verbinden wir die technische Basis und die Inhalte Ihrer Website mit manuell aufgebauten Backlinks, damit beide zusammenwirken. Die Umfelder für Artikelplätze, Forenlinks und Einträge in Branchenverzeichnissen recherchieren wir manuell und prüfen sie vor jeder Platzierung auf Qualität und thematische Relevanz für Ihr Unternehmen. Gerne beraten wir Sie persönlich zu Umfang und Rhythmus Ihres Linkaufbaus.

Fazit

Übersichtsseiten zeigen ihre Einträge über eine Paginierung, eine Schaltfläche „Mehr laden“ oder unendliches Scrollen, und Suchmaschinen wie Google und Bing erreichen weitere Einträge über Standardlinks in einem a-Element mit href. Schaltflächen klickt Google nicht an und Funktionen, die eine Aktion voraussetzen, löst es in der Regel nicht aus. Eine XML-Sitemap, bei Bing auch IndexNow und bei Google ein Feed im Merchant Center können ergänzend dazu beitragen, dass einzelne Beiträge und Produkte gefunden werden.

Bei der Paginierung verlinkt jede Seite auf die folgende und auf die erste Seite, trägt eine eigene Adresse wie ?page=2 ohne Raute und nennt im Canonical-Tag sich selbst. Für unendliches Scrollen und „Mehr laden“ stehen dieselben Einträge zusätzlich in Abschnitten mit dauerhafter Adresse bereit, die der Reihe nach verlinkt sind und über die History API in der Adresszeile erscheinen. Ob Google alle Einträge sieht, zeigt die URL-Prüfung der Search Console im gerenderten HTML einer Folgeseite.

Die Angaben geben den Stand vom 2. November 2026 wieder und beruhen auf der Dokumentation von Google Search Central zu Paginierung, inkrementellem Laden und unendlichem Scrollen, zur Behebung von Problemen mit verzögert geladenen Inhalten sowie zu den Best Practices für Links und auf den Webmaster-Richtlinien von Bing. Sie bieten einen Überblick und ersetzen keine individuelle Prüfung Ihrer Website.