Footer-Links: Was Google zu „Website erstellt von“ sagt
Illustration: KI-generiert
Der Hinweis „Website erstellt von“ mit einem Link auf die Agentur steht auf vielen Unternehmenswebsites ganz unten in der Fußzeile, oft neben Impressum und Datenschutz. Da die Fußzeile auf jeder Unterseite erscheint, wird aus einem einzigen Footer-Link schnell eine Vielzahl gleicher Verweise auf dieselbe Zielseite, und für die verlinkte Agentur kommt mit jeder fertigen Website ein weiterer Backlink hinzu. Ähnliche Links bringen viele Themes für WordPress mit, die in der Fußzeile auf ihre Entwickler oder auf WordPress.org verweisen.
Google führt in seinen Spam-Richtlinien an zahlreichen Stellen verteilte Links in den Fußzeilen oder Vorlagen verschiedener Websites ausdrücklich als Beispiel für Linkspam auf. Ein solcher Footer-Link erscheint als Sitewide-Link auf allen Seiten einer Website, und eine Agentur mit vielen Kundenprojekten erhält ihn von zahlreichen Domains zugleich. Ob bereits ein einzelner Hinweis mit dem Namen der Agentur als Verstoß gilt, legen die Richtlinien nicht fest, denn maßgeblich ist der Zweck, zu dem ein Link entsteht.
Was Google zu Footer-Links und Linkspam sagt
Linkspam definiert Google als das Erstellen von Links zu oder von einer Website, hauptsächlich um das Suchranking zu manipulieren. Die Definition erfasst damit eingehende und ausgehende Links gleichermaßen, also auch den Link auf Ihrer Website, der zur Agentur führt. In der Liste der Beispiele stehen neben den verteilten Links in Fußzeilen und Vorlagen auch gekaufte oder verkaufte Links sowie der Austausch von Waren oder Dienstleistungen gegen Links, wobei gekaufte Links nach den Richtlinien nicht gegen die Regeln verstoßen, sofern sie mit den Attributen nofollow oder sponsored gekennzeichnet sind.
Verstöße erkennt Google nach eigenen Angaben mit automatisierten Systemen und bei Bedarf durch eine manuelle Überprüfung, die zu einer manuellen Maßnahme führen kann. Betroffene Websites können in der Google-Suche schlechter platziert werden oder ganz aus den Suchergebnissen verschwinden. Ob für Ihre Website eine manuelle Maßnahme vorliegt, zeigt der gleichnamige Bericht in der Google Search Console.
Wann ein „Website erstellt von“-Link heikel wird
Heikel wird ein Credit-Link vor allem dann, wenn er Teil einer Gegenleistung ist, etwa weil die Agentur für den Link einen Nachlass auf den Preis gewährt. Ein solcher Link entspricht dem Austausch von Dienstleistungen gegen Links, den Google als Beispiel für Linkspam nennt, solange er ohne passende Kennzeichnung bleibt. Am besten klären Sie deshalb schon bei der Beauftragung, ob ein Credit-Link vorgesehen und mit einem Preisvorteil verbunden ist.
Ein weiteres Merkmal ist der Linktext, denn ein Suchwort wie „Webdesign Musterstadt“ zielt auf die Platzierung der Agentur in der Suche, während ihr Firmenname Lesenden vor allem zeigt, welche Agentur die Website gebaut hat. Je mehr Kundenwebsites denselben Link mit demselben Suchwort tragen, desto deutlicher entspricht das Muster den verteilten Links in Fußzeilen, die Google in seinen Richtlinien beschreibt. Ein Linktext mit dem Namen der Agentur entspricht dagegen der Angabe, die Besuchende an dieser Stelle erwarten.
Themes aus dem Verzeichnis von WordPress.org dürfen nach den dortigen Anforderungen einen einzigen sichtbaren Credit-Link auf die Adresse des Themes oder seiner Entwickler enthalten, dazu einen weiteren Link auf WordPress.org. Solche Links setzt Ihr Unternehmen also nicht gezielt, sie gehören vielmehr zum Lieferumfang eines Themes, das zahlreiche Websites unverändert nutzen. Ob und wie sich dieser Link ändern lässt, beschreibt die Dokumentation des jeweiligen Themes, während Sie bei einem eigens gestalteten Theme selbst über die Fußzeile entscheiden.
Footer-Links richtig kennzeichnen
Für die Kennzeichnung ausgehender Links sieht Google drei Werte des Attributs rel vor, die im Quelltext direkt am Link stehen. Mit rel="sponsored" markieren Sie Links, bei denen es sich um Werbung oder bezahlte Platzierungen handelt, wobei Google für solche Links weiterhin auch nofollow akzeptiert. Der Wert rel="nofollow" passt für die übrigen Fälle, in denen Google Ihre Website nicht mit der verlinkten Seite verknüpfen soll, während rel="ugc" Beiträge von Nutzenden wie Kommentare kennzeichnet und sich mehrere Werte durch ein Leerzeichen oder ein Komma getrennt kombinieren lassen.
Für einen Credit-Link mit Preisnachlass eignet sich demnach rel="sponsored", und für einen einfachen Hinweis ohne Gegenleistung das Attribut nofollow, dessen Wirkung der Ratgeber zu Do-follow und No-follow erklärt. Im Quelltext Ihrer Fußzeile sieht ein solcher Hinweis etwa so aus: <a href="…" rel="nofollow">Website erstellt von Agenturname</a>. Den sichtbaren Text und das Aussehen der Fußzeile verändert das Attribut nicht, sodass der Hinweis für Besuchende unverändert anklickbar bleibt.
Neben den Regeln der Suchmaschinen kann für einen Link mit Gegenleistung auch eine Kennzeichnung als Werbung erforderlich sein, wie sie der Ratgeber zu gekauften Backlinks beschreibt. Ob ein Credit-Link darunter fällt, hängt vom Einzelfall ab. Der Hinweis „Website erstellt von“ macht den Bezug zur Agentur für Besuchende zwar sichtbar, ersetzt aber die technische Kennzeichnung für Suchmaschinen nicht.
Unser Tipp: Halten Sie bei der Beauftragung einer neuen Website im Angebot oder Vertrag fest, ob in der Fußzeile ein Hinweis auf die Agentur erscheint, welchen Linktext er trägt und mit welchem rel-Attribut er gesetzt wird. Bei der Abnahme prüfen Sie diesen Link dann zusammen mit Impressum und Datenschutzerklärung, bevor die Website online geht. Wünscht die Agentur ein Suchwort als Linktext, bitten Sie stattdessen um ihren Firmennamen.
Verlinkungen in der Search Console und im Quelltext prüfen
Welche Websites auf Ihre Seite verlinken, zeigt der Linkbericht der Google Search Console unter Externe Links in der Tabelle „Top-verweisende Websites“. Da der Bericht Links nach Quell- und Zieladresse zählt, erzeugt ein Footer-Link auf jeder Unterseite einer fremden Website dort eine hohe Zahl an Links aus einer einzigen Domain. Ein Klick auf diese Domain zeigt, welche Ihrer Seiten sie verlinkt, und die Tabelle „Top-verweisender Text“ listet die verwendeten Linktexte auf.
Der Bericht zeigt allerdings nicht an, ob ein Link mit nofollow gekennzeichnet ist, und führt auch Links auf, die inzwischen entfernt wurden. Ob ein Footer-Link noch besteht und welches Attribut er trägt, prüfen Sie deshalb am besten direkt auf der verlinkenden Website, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Link klicken und „Untersuchen“ wählen. Die Entwicklerwerkzeuge Ihres Browsers zeigen dann den Quelltext des Links samt Attribut rel an.
Für die Fußzeile Ihrer eigenen Website gehen Sie genauso vor und kontrollieren den Hinweis auf die Agentur ebenso wie mögliche Credit-Links des Themes. Fehlt ein gewünschtes Attribut, bitten Sie Ihre Agentur um eine Anpassung oder ergänzen es selbst in den Einstellungen der Fußzeile, sofern Ihr Theme oder Baukasten das erlaubt. Stellen Sie dagegen viele Footer-Links aus fremden Fußzeilen auf Ihre Website fest, bitten Sie die Betreiberinnen und Betreiber um eine Kennzeichnung oder Entfernung.
Linkaufbau mit Early Linkbuilding
Statt auf Footer-Links in großer Zahl setzen wir beim Linkaufbau auf einzelne Backlinks aus Umfeldern, die wir manuell recherchieren und vor jeder Platzierung auf Qualität und thematische Relevanz für Ihr Unternehmen prüfen. Dazu gehören Artikelplätze auf etablierten Publikationen, Forenlinks aus passenden Communities und Einträge in vertrauenswürdige Branchenverzeichnisse. Jede Platzierung dokumentieren wir lückenlos, sodass Sie jederzeit nachvollziehen, wo welcher Link entstanden ist.
Mit unserer SEO-Optimierung verbinden wir die technische Basis und die Inhalte Ihrer Website mit manuell aufgebauten Backlinks, damit beide zusammenwirken. Den Linkaufbau gestalten wir in gesundem Rhythmus und sinnvoller Vielfalt, damit Ihr Linkprofil gewachsen wirkt und langfristig stabil bleibt. Gerne beraten wir Sie persönlich zu Umfang und Rhythmus, und über das Kontaktformular erreichen Sie uns jederzeit für ein unverbindliches Gespräch.
Fazit
Footer-Links wie „Website erstellt von“ erscheinen auf jeder Unterseite einer Website und führen bei vielen Kundenprojekten von zahlreichen Domains auf dieselbe Agentur. Google nennt solche an vielen Stellen verteilten Links in Fußzeilen und Vorlagen ebenso als Beispiel für Linkspam wie den Austausch von Dienstleistungen gegen Links. Heikel wird ein Credit-Link vor allem mit einer Gegenleistung wie einem Preisnachlass und mit einem Suchwort statt des Firmennamens als Linktext.
Für Links mit Gegenleistung sieht Google das Attribut sponsored vor, für einen einfachen Hinweis ohne Empfehlung das Attribut nofollow, und beide ändern am sichtbaren Hinweis nichts. Footer-Links auf Ihre Website zeigt der Linkbericht der Search Console unter „Top-verweisende Websites“, wobei das Attribut eines Links nur im Quelltext der verlinkenden Seite erkennbar ist. Themes aus dem Verzeichnis von WordPress.org dürfen einen sichtbaren Credit-Link und einen Link auf WordPress.org enthalten.
Die Angaben geben den Stand vom 27. Oktober 2026 wieder und beruhen auf den Spam-Richtlinien für die Google-Suche in der Fassung vom 2. September 2026, der Google-Dokumentation zur Kennzeichnung ausgehender Links in der Fassung vom 8. März 2026, der Hilfe zum Linkbericht der Google Search Console sowie den Anforderungen an Themes im Theme-Verzeichnis von WordPress.org. Sie bieten einen Überblick und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.