Google Core Update: was bei gefallenen Rankings hilft
Illustration: KI-generiert
Sinken die Zahlen in der Search Console, steht dahinter 2026 entweder eines der beiden Core Updates, die korrigierte Impressionsmessung in Googles Berichten oder eine Veränderung an Ihrer eigenen Website. Jede dieser Ursachen hinterlässt ein eigenes Muster in den Daten und verlangt eine andere Antwort.
Die Core Updates des Jahres 2026
Größere Änderungen an seinen Bewertungssystemen fasst Google unter dem Namen Core Update zusammen. Das erste des Jahres startete am 27. März und war nach gut zwölf Tagen abgeschlossen, das zweite begann am 21. Mai und endete am 2. Juni nach knapp zwölf Tagen. Dazwischen liefen kleinere Spam-Updates, die sich gegen manipulierte Inhalte richten.
Solche Aktualisierungen setzen an der Gewichtung im gesamten System an, weniger an einzelnen Seiten. Verschiebungen betreffen deshalb ganze Suchergebnisseiten auf einmal. Eine Website kann an Sichtbarkeit verlieren, obwohl an ihr alles unverändert geblieben ist, während eine andere ohne eigenes Zutun gewinnt. Google beschreibt das als Neubewertung.
Während des Rollouts schwanken die Positionen erheblich. Aussagekräftig werden die Zahlen erst nach dem Abschluss, den Google im Search Status Dashboard vermerkt.
Korrigierte Impressionswerte in der Search Console
Ein Teil der Rückgänge dieses Jahres betrifft die Messung. Am 3. April 2026 hat Google bestätigt, dass die Search Console seit dem 13. Mai 2025 durch einen Protokollierungsfehler zu hohe Impressionswerte ausgewiesen hatte, fast elf Monate lang.
Betroffen waren allein die Impressionen, während Klicks und Positionen korrekt blieben. Seit der Bereinigung Ende April zeigen die Berichte niedrigere Werte, die der Wirklichkeit entsprechen. Die alten Daten hat Google dabei unverändert gelassen, sodass ein Vergleich über den Zeitraum hinweg einen Absturz zeigt, der keiner ist.
Für Ihre Auswertung folgt daraus eine klare Linie: Impressionen aus der Zeit vor Mai 2025 und nach April 2026 lassen sich vergleichen, der Zeitraum dazwischen trägt überhöhte Werte. Klicks und Positionen bleiben über die gesamte Strecke belastbar. Weil sich die Klickrate aus Klicks geteilt durch Impressionen errechnet, erschien sie während des Fehlers zu niedrig und steigt seit der Korrektur wieder. Impressionen entstehen erst nach der Indexierung, weshalb beide Werte zusammen zu lesen sind.
Ein Core Update an den Daten erkennen
Sinkt Ihre Sichtbarkeit über viele Seiten gleichzeitig und fällt der Zeitpunkt mit einem bestätigten Rollout zusammen, spricht vieles für ein Core Update. Neu bewertet wird dann meist die Autorität der gesamten Domain.
Betrifft der Rückgang einzelne Unterseiten, liegt die Ursache meist auf Ihrer Website. Der erste Blick führt in dem Fall zum Naheliegenden: eine versehentlich gesperrte Seite, ein fehlerhafter Serverumzug, gelöschte Inhalte oder ein 404-Fehler an prominenter Stelle. Auch weggefallene Verweise zeigen sich hier, sichtbar in einer Backlink-Analyse.
Aufschluss geben außerdem die einzelnen Suchanfragen neben der Gesamtzahl. Gleichmäßige Verluste über alle Themen deuten auf eine geänderte Bewertung hin, Verluste bei einzelnen Themen auf Wettbewerber, deren Beiträge das Thema vollständiger abdecken.
Googles Empfehlungen nach einem Rückgang
Google rät zur Geduld und empfiehlt, zwischen dem Abschluss eines Updates und Ihrer Auswertung mindestens eine Woche verstreichen zu lassen und dann die Woche danach mit der Woche davor zu vergleichen. Schlüsse aus dem laufenden Rollout beruhen auf Zwischenständen.
Von schnellen Eingriffen rät das Unternehmen ausdrücklich ab, etwa vom Entfernen einzelner Seitenelemente in der Hoffnung auf sofortige Besserung. Empfohlen wird stattdessen eine Prüfung der gesamten Website daraufhin, ob sie hilfreiche, verlässliche und auf Menschen ausgerichtete Inhalte bietet. Die Merkmale dieser Bewertung stehen hinter dem Kürzel E-E-A-T.
Beim Zeitrahmen bleibt Google zurückhaltend: Bis die Systeme eine Verbesserung erkennen, können mehrere Monate vergehen, und eine Garantie auf die frühere Position gibt es nicht.
Backlinks bei der Neubewertung
Core Updates bewerten die Vertrauenswürdigkeit einer Domain neu, und Verweise von außen zählen zu den Signalen, die dabei einfließen. Ein Profil aus wenigen, thematisch passenden Verweisen steht eine solche Neubewertung stabiler durch als eines aus vielen beliebigen. Die angemessene Zahl an Backlinks richtet sich nach Ihrem Wettbewerbsumfeld.
Nach einem Einbruch hilft eine Bestandsaufnahme: Welche Seiten tragen Verweise, welche stehen ohne, und passen die verweisenden Quellen zu Ihrem Thema? Den Maßstab dafür geben die Merkmale eines guten Backlinks, und beim weiteren Aufbau bewahrt Sie ein Blick auf die verbreiteten Linkbuilding-Fehler vor unnötigen Umwegen.
Der Aufbau nach einem Update folgt denselben Grundsätzen wie sonst, nur mit mehr Gelassenheit. Ein gleichmäßiges Tempo wirkt natürlicher als ein plötzlicher Schub und gehört zur Offpage-Optimierung, aus der sich auch eine Linie für mehr SEO-Traffic in den kommenden Monaten ergibt.
Fazit
Hinter einem Rückgang in der Search Console stehen 2026 drei mögliche Ursachen: eines der Core Updates vom März oder Mai, die korrigierten Impressionswerte oder eine Veränderung an der eigenen Website. Ein breiter Verlust über viele Seiten zum Zeitpunkt eines Rollouts spricht für das Update, ein Einbruch allein bei den Impressionen für die Messung, ein Rückgang auf einzelnen Seiten für eine technische oder inhaltliche Änderung an genau diesen Seiten.
Für die Erholung gilt, was Google selbst empfiehlt: eine Woche abwarten, gleich lange Zeiträume vergleichen, auf schnelle Eingriffe verzichten und die Website als Ganzes betrachten. Inhalte und ein gewachsenes Profil an Verweisen bleiben die Grundlage, auf der jedes Update wieder aufsetzt.
Die Angaben zu den Updates und zur Datenkorrektur geben den Stand vom 7. September 2026 wieder und beruhen auf Veröffentlichungen von Google. Zeitpunkte und Auswirkungen können sich ändern, maßgeblich sind die offiziellen Angaben des Anbieters.